Frage: Ich möchte die wettkampfreihe Zeit nutzen um meine Impfungen auf den neuesten Stand zu bringen. Was ist hier für mich wichtig?

Dr. Rainer Müller-Hörner antwortet: Gerade für Sportler ist Impfen sehr wichtig, da Erkrankungen oft zu Trainingsausfällen führen und teilweise den gesamten Trainingsaufbau gefährden können.

Grundsätzlich unterscheiden sich Impfempfehlungen für Sportler nicht wesentlich von den Empfehlungen für die Allgemeinbevölkerung.

Für Sportler können wir die Impfungen auch nach deren Wichtigkeit, betreffend der Häufigkeit der Erkrankung und deren Einfluss auf das Training ordnen.

An erster Stelle steht hier die Influenza-Impfung. Die echte Virusgrippe hat nichts mit den „normalen“ grippalen Infekten zu tun Sie verläuft zum Teil sehr schwer und wir behandeln teilweise auch Athleten, die über Monate erheblich in ihrer Belastbarkeit eingeschränkt sind.

Auch die Zeckenschutzimpfung empfiehlt sich für alle Athleten, die sich in Risikogebieten für die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) aufhalten.

Zur Standartausrüstung des Sportlers gehören auch die Tetanus-, Diphterie- Keuchhusten(Pertussis)-, die Polio-, Masern-., Mumps-, und die Rötelnimpfung.

Für uns meist sehr reisefreudige Sportler ist zu dem die Hepatitis A und B Impfung wichtig.

Was ist nach der Impfung zu beachten?

Bei guter Verträglichkeit spricht nichts gegen eine Fortführung des Trainings am Folgetag. Wir empfehlen, falls nicht unbedingt nötig, keine Impfungen in der heißen Wettkampfphase oder zumindest 4 Wochen vor einem wichtigen Wettkampf zu machen.

Die Impfung beeinflusst nach einigen Tage im Normalfall nicht die Leistungsfähigkeit des Sportlers. Wichtig ist auch, dass sich im Idealfall das direkte Umfeld des Sportlers ausreichend impfen lässt.

Du hast Fragen oder möchtest zum Artikel etwas posten. Hier ist der Raum dafür...

Name/Pseudonym
Dein Kommentar